Label: 4AD / Beggars Group / Indigo
VÖ: 07.05.2010
Spielzeit: 47:41 Min.
Bewertung: 11/12
Irgendwie kamen sie vor Jahren aus dem Nichts. Unscheinbare Männer in noch unscheinbareren Anzügen. Dafür aber mit klasse Musik im Gepäck. Gerade die letzten beiden Alben (und die dazu gehörenden Live-Auftritte) sorgten für Furore unter den Indie-Rock-Hörern. Mit “Alligator” und “Boxer” schien sich endlich einmal wieder eine Bad gefunden zu haben, die wirkliche alle gut fanden.
Mit “High Violet” veröffentlichen The National nun ihr fünftes Album. Und es hat sich definitiv nichts geändert. Die selben unscheinbaren Männer in ihren unscheinbaren Anzügen (ob es die selben wie vor Jahren sind lass ich dahin gestellt) mit klasse Musik. Und immer noch die Konsens-Band aller. Vielleicht sogar die neue Stadion-Super-Group. Wer weiß. Das, was Coldplay z.B. nicht geschafft haben, die Einigung auf sie als große Band, könnte The National gelingen. Sofern sie es überhaupt wollen. Denn das Understatemant ist eines ihrer Wahrzeichen. Nicht nur vom Auftritt her. Auch die Musik ist trotz aller Größe Understatemant pur. Trotz anmutender und erhabener Gesten wirkt “High Violet” nie aufgesetzt oder gar pompös noch überproduziert. Nein, hier stimmt einfach alles. Melancholische Melodien, wunderbare rockige Ausbrüche, zarte Momente, tolle Instrumentierungen und dann diese unfassbare Baritonstimme.
Einen Song auf “High Violet” hervorzuheben wäre völlig fehl am Platze. Es ginge auch nicht. Ich habe selten ein solch unglaublich in sich geschlossenes Rockalbum genießen dürfen. Gänsehaut pur stellt sich desöfteren ein. Schauer laufen über den Rücken. Ein molliges Gefühl macht sich im Bauch breit. Ja, das ist Musik, auf die ich lange gewartet habe.
Tracklisting:
Tracklisting:
01. Terrible Love
02. Sorrow
03. Anyone’s Ghost
04. Little Faith
05. Afraid Of Anyone
06. Bloodbuzz Ohio
07. Lemonworld
08. Runaway
09. Conversation 16
10. England
11. Vanderlyle Crybaby Geeks
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