Label: Noisolution / Indigo
VÖ: 21.10.2011
Spielzeit: 32:15 Min.
Bewertung: 12/12
Was tun Bandmitglieder, wenn sich ihre Band auflöst? Zwei Möglichkeiten: Nichts oder eine neue Band gründen. So geschehen bei einem Teil der 2009 aufgelösten Bubonix aus Limburg. Schon kurz nach dem Split der wahrlich famosen Band gründeten Markus Klees (Gitarre) und Oliver Kunz (Bass) Conmoto. Als Sängerin fand sich Sarah di Castro ein, die auch die zweite Gitarre spielt. An die Drums setzte sich Manuel Schreiner. Das wars. Vier Leute, eine Band: Conmoto. Und das ist gut so. Von Mainz nach Limburg, der Heimat der Band, ist es nicht weit. Und logisch kennt man sich. Von daher freute es mich, als ich von einem äußerts guten Freund hörte, dass die Beteiligten wieder Musik machen. Als dann der Arne (Noisolution-Chefe) meinte, dass die eine ziemlich geile Platte abliefern würden und er die auch veröffentlichen würde war die Freude natürlich groß. Wer Bubonix jemals live gesehen hat wird wissen warum. Unabhängig von den geilen Scheiben, die sie rausgabracht hatten.
Aber nun „Cut Cut Cut“, das Debüt-Album. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Sarah singt sich da Facto ins Delirium, verbleibt dabei schreiend und doch mit sexy Touch. Also in den ruhigen Passagen. Musikalisch ist „Cut Cut Cut“ gutes Hardcore-Geknüppel mit einiger Portion Melodie. Trotzdem schön aggressiv und teilweise fast schon böse. Irgendwie aber auch bei der Vorband logisch, dass man zwischen den Türen steht. „Cut Cut Cut“ ist trotz aller Härte und Geknüppel kein typisches Hardcore-Album. Dafür sind der Punk und auch der Rock’n’Roll zu präsent. Und dann sind immer wieder leichte poppige Einschläge zu vernehmen, was dem Album einem sehr angenehmen Geschmack gibt.
Conmoto und „Cut Cut Cut“: das sind trotz aller Befangenheit meinerseits elf geile Songs auf 32 Minuten mit äußerst viel Druck nach vorne. Ein erfrischendes Album mit leichtem Old-School-Feeling einiger alter Haudegen. Sehr geil das Ganze.
Tracklisting:
01. Golden Dawn
02. Othero
03. 1000 Doves
04. Van Streefkerk
05. Bill The Butcher
06. Borders And Flights
07. Be A Knife
08. Cutting Off
09. 14 Punkte Flensburg
10. Devil To Feed
11. Eating: Glas
Sodelle, noch zwei Sätze, die persönlich sind: ich bin froh, dass Limburg wieder lebt. Und ich freu mich auf Konzerte von und mit Conmoto. Weil das war bei Bubonix immer ein Spass. Und warum sollte das jetzt anders werden? Bei so geiler Mucke? Darauf ein Bier!
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