Florence + The Machine: Ceremonials

Label: Island/ Universal
VÖ: 28.10.2011
Spielzeit: 56:03 Min.
Bewertung: 10/12

Seit ihrem Debüt „Lungs“, das 2009 rund um den Globus die Charts stürmte und millionenfach verkauft wurde (auch in Deutschland allein über 50.000 Mal!), zählt die charismatische Florence Welsh aka Florence + The Machine aus London zu den begehrtesten Newcomern und größten Hypes Großbritanniens. Die Dame hat dann auch gleich mal mehrere Awards in UK abgeräumt: den Critics Choice Award, einen Brit Award, den Mercury Price. Dieses Jahr kam dann ein Auftritt bei den Oscars 2011 hinzu. Von mehrseitigen Features in der Vogue, Interviews mit Elton John und Fotosessions mit “El Padre” Karl Lagerfeld, der schon lange auch für seinen exzellenten Musikgeschmack bekannt ist, ganz zu schweigen. Stellt sich die Frage, wo das noch hinführen soll beziehungsweise, ob die Indiegemeinde diesen Pomp wirklich braucht? Deshalb nun zur Musik: Florence Welch fasziniert die halbe Welt mit ihrer Pop-Elektro-Mischung gepaart mit smarten Texten und ganz viel atmosphärischen Einwürfen. Ständig wird der geneigte Zuhörer mit allerlei orchestralen Klängen, Streichern und Harfen geflutet. Wenn man sich nicht überfluten lässt, erhält man eines der wundervollsten Winteralben der letzten Jahre zum vorweihnachtlichen Geschenk. Ihr glamouröser Stil steht Madame Welsh und ihren musikalischen Wegbegleitern nämlich sehr gut. Für die Indiekids der Nation könnte diese Nummer noch zu anspruchsvoll sein. Für alle anderen Hörer, vor allem auch solche, die Alben von der großartigen Kate Bush, Peter Gabriel oder Paul Simon in ihrer Weltmusik-Phase im Regal haben, öffnet sich mit „Ceremonials“ der samtrote Vorhang einer großen Bühne und somit ein 57-minütiges Schauspiel sondersgleichen. Sammler aufgepasst: Das Album wurde kürzlich auch im Deluxe-Package im wunderschönen Glamour-Schuber mit 4 Bonustracks und Demos aufgelegt!

Tracklist:

  1. Only If For A Night
  2. Shake It Out
  3. What The Water Gave Me
  4. Never Let Me Go
  5. Breaking Down
  6. Lover To Lover
  7. No Light, No Light
  8. Seven Devils
  9. Heartlines
  10. Spectrum
  11. All This And Heaven Too
  12. Leave My Body

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