Retisonic: Robots Fucking
Label: Arctic Rodeo Recordings / Alive
VÖ: 24.02.2012
Spielzeit: 42:17 Min.
Bewertung: 10/12
Sind wir mal ehrlich: wer kennt die Band Retisonic? Wahrscheinlich keiner. Oder kaum einer. Dies ist auch kaum verwunderlich, hat die im Jahr 2002 gegründete Band bis dato erst ein Album und zwei EPs veröffentlicht. Nicht wirklich viel. Vielleicht erinnern sich schon betagtere Leser an die Band, die 2 Jahre nach ihrer Gründung mit „Return To Me“ ein in der Post-Hardcore-Szene beachtetes Album mit anschließender Tour aufs Parkett legte. Was folgte war jedoch die Trennung um sich irgendwann wieder zusammenzufinden. Herausgekommen ist das nun vorliegende zweite Album „Robots Fucking“. Nach über 4 Jahren Arbeit…
Man hört Retisonic an, dass sie schon sehr lange im Geschäft sind. Die Bandmitglieder sind nicht erst seit Gründung von Retisonic musikalisch unterwegs. Schon Mitte der Neunziger spielten sie in diversen Bands wie den hochgelobten Bluetip und The 52-X das, was sie auch heute noch machen. Chaotisch angehauchten Post-Hardcore in bester Dishord-Manier mit Punk-Anleihen. Höchst unmodern aber bei weitem nicht altbacken und genau deswegen mit großer Anziehungskraft. Zumindest für mich. „Robots Fucking“ präsentiert sich mit Ecken, Kanten und energiegeladen aber ohne große pathetische Gesten. So richtig schön Washington D.C.-oldschool-mäßig. Mit Aggressivität bleiben Retisonic immer schön unter der Oberfläche; es brodelt aber und man wartet nur auf den Ausbruch.
Für Freunde der alten Schule ist „Robots Fucking“ genau das richtige Album. Man schwebt ja ab und an schon in Nostalgie und viele Veröffentlichungen in diese Richtung gibt es ja kaum noch. Andere müssen sich das Album wahrscheinlich erst erarbeiten.
Tracklisting:
01. Bee-Stung Lips
02. Wait...Lookout!
03. Called To Say
04. Down Safe Away
05. Airtight
06. Necropolitan
07. Robots Fucking
08. Don't Let it Complicate Your Mind
09.High On Denial
10. Half-Step
11. In And Out Of Dim
12. Defined
Noch ein Wort zu Jason Farrel, dem Sänger und Gitarrist bei Retisonic. So ganz nebenbei war er zuständig als Illustrator diverser Cover. Darunter befinden sich Alben von Fugazi und Dag Nasty. Das wohl bekannteste Cover dürfte jedoch folgendes sein: „Relationship Of Command“ von At The Drive-In.






































