I Like Trains: The Shallows
Label: ILR / Cargo Records
VÖ: 11.05.2012
Spielzeit: 41:43 Min.
Bewertung: 12/12
Wenn man sich als Band im Jahr 2004 gegründet hat, dann erscheint es logisch, dass dies in den vielen Jahren des Schaffens Veränderungen mit sich bringt. Dies ist eigentlich unvermeidbar. So auch bei den aus Leeds stammenden I Like Trains. So hatten sie sich unter dem Namen iLIKETRAINS formiert und hierunter auch ihr Debüt-Album veröffentlicht. Doch nicht nur der Name änderte sich im Laufe der Zeit. Aus einem Quintett wurde ein Quartett. Der wichtige Bestandteil der Band, Ashley Dean, verliess die Band. Dies hatte erheblichen Einfluss auf die Musik, da er als Hornist maßgeblich an der sensationell düsteren Stimmung (abgesehen von seinen Video-Projektionen bei Konzerten) beteiligt war. Also kein Wunder, dass auch die Musik von I Like Trains einem steten Wandel unterworfen ist. So befindet sich das mittlerweile dritte Album „The Shallows“ zwar immer noch den heiligen Pfaden des Post-Rocks, jedoch wurde hier verstärkt auf elektronische Untermalung gesetzt. Ebenso sind die Songs fast tanzbar wie „Mnemosyne” beweist. Es geht nicht mehr ganz so gemächlich zu wie auf den Vorgängern. Lieder wie das genannte „Mnemosyne” aber auch „The Shallows“ zeigen jedoch auch die große Stärke von I Like Trains: trotz aller Veränderungen immer wie I Like Trains zu klingen.
Mit dem auf dem Bandeigenen Label veröffentlichten „The Shallows“ beweisen I Like Trains einmal mehr, dass sie zu den ganz Großen gehören sollten. Wunderschöne Songs reihen sich hintereinander. Es ist vorallem diese stets latent düstere Stimmung umgeben von schimmernden Beiwerk welche für Begeisterung sorgt; mit welcher die Band den Hörer mit auf ihre Reise nimmt. Man wird regelrecht eingenommen von „The Shallows“. Wobei der Band mit „Reykjavik“ ein wahrlich fantastischer Song gelungen ist, bei dem das Herz zerspringen will. Mit Ausbrüchen und Gefühl und Schmerz und Freude und Erhabenheit und allem was ein Song haben muss. Aber „Reykjavik“ ist nur der über allem stehende Höhepunkt eines grandiosen Albums. Und deswegen gibt es für I Like Trains volle Punktzahl. Wieder einmal!
Tracklisting:
01. Beacons
02. Mnemosyne
03. The Shallows
04. Water / Sand
05. The Hive
06. The Turning Of The Bones
07. Reykjavik
08. We Used To Talk
09. In Tongues




































