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du bist hier: /Archive for tag Gisbert Zu Knyphausen

Am Ende dieses Sommers, der gar kein richtiger ist, genauer am 24. August wird mit „I“ das Debüt der Formation Kid Kopphausen erscheinen. Wer es noch nicht mitbekommen hat, wer dahinter steckt, der hat das Raunen nicht vernommen, das seit Wochen durch die Straßen zieht. Nicht laut und rüpelig, eher ruhig und rumpelig. So wie die Songs von Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen – wie die Songs von Kid Kopphausen.

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Am 16.12. luden die Berliner Songwriter Moritz Krämer und Francesco Wilking (Tele) zum zweiten Mal zu ihrem gemeinsamen Projekt "Die Höchste Eisenbahn", diesmal ins Steintor-Varieté Halle/Saale und mit Gisbert zu Knyphausen als Gast. MDR Figaro hat das Konzert gottlob komplett mitgeschnitten und sendet es im Figaro Konzert am kommenden Montag, den 2.1.2012. Es war ein fulminanter Abend mit absolut ekstatischen Konzertbesuchern und bestens gelaunten Gastgebern.

Programm-Trailer:

Die Höchste Eisenbahn im Steintor-Varieté Halle
mit Moritz Krämer, Francesco Wilking & Gisbert zu Knyphausen
unterstützt durch Max Schröder (Der Hund Marie, Tomte)

im Konzert bei MDR Figaro
Montag, 2.1.2012
ab 20.05 Uhr
http://www.mdr.de/mdr-figaro/musik/konzert186.html

Stream:
http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

Nachdem im Oktober Judith Holofernes zu Gast war, fuhr die "Die höchste Eisenbahn" im Dezember mit Moritz Krämer und Francesco Wilking weiter. Diesmal in Halle zu Gast: Gisbert zu Knyphausen.
Wie stellt man sich einen Abend mit Denen vor? Drei Gitarren, Ukulelen und andere Mini-Instrumente, Geschichten, die abbrechen, um aus einem anderen Munde weitererzählt zu werden, kleine Lieder, große Lieder, drei-, zwei-, einstimmig, viele davon noch nie woanders gehört. Moritz und Francesco fahren danach wieder weiter. Und hier und da werden immer mal wieder nette Gäste zusteigen. In diesem Sinne: "mein Tiehm änd Ai wud laik to velkammm juh tu se Bordrestorang!"

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In einem Monat ist es schon wieder vorbei: das Haldern-Pop Festival. Illustre Künstler wie The Low Anthem, Fleet Foxes, Explosions In The Sky, Gisbert zu Knyphausen, Okkervil River, Wir sind Helden und La Brass Banda sind angekündigt. Um die Vorfreude etwas zu steigern werden wir heute ab 2100 Uhr eine zweistündige Radio-Sendung über das diesjährige Festival zubereiten.

Hört einfach rein. Auf Radio Rüsselsheim. Bei Bedarf kann auch mit uns auf unserer Seite "geredet" werden.

Infos zum Festival: www.haldern-pop.de

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Auf der gestrigen Pressekonferenz wurden nach dem traditionellen Spargelverzehr per Video die letzten Bestätigung für das diesjährige Halden-Pop-Festival bekannt gegeben.

Schaut hier:

Stattfinden wird das Festival vom 11.-13.08. am Niederrhein.  Zwar wurde der Ausverkauf schon frühzeitig gemeldet, doch gibt es nun für 178 Leute Chancen auf Karten. Dank eines Sponsores und diversen Rückläufen wid diese Anzahl an tickets am 16.06. ab 2000 Uhr in der Haldern Pop Bar zum Verkauf angeboten. Es können zwei tickets pro Person gekauft werden. Eine gute Aktion, stiegen die Preise doch schon auf sehr hohes Niveau.

Hier das komplette und unserer Meinung nach sehr ausgewogene Programm:
206 (DE) (Spiegeltent)
Agnes Obel (DK) (Spiegeltent)
Alex Winston (US)
Alexi Murdoch (UK) (Spiegeltent)
Anna Calvi (UK) (Spiegeltent)
Ben Howard (UK) (Spiegeltent)
Bodi Bill (DE) (Spiegeltent)
Brant Brauer Frick Ensemble (DE) (Spiegeltent)
Coma (DE) (Biergarten)
Dan Mangan (CA) (Spiegeltent)
Destroyer (CA)
Dry The River (UK) (Spiegeltent)
Erased Tapes with Rival Consoles (UK), Codes In The Clouds (UK) & Nils Frahm & Anne Müller (DE) (Spiegeltent)
Explosions In The Sky (US)
Fleet Foxes (US)
Gisbert zu Knyphausen (DE)
Golden Kanine (SE)
Hauschka (DE) (Spiegeltent)
Isbells (BE) (Kirche)
James Vincent McMorrow (IRL) (Spiegeltent)
Johnny Flynn (UK) (Spiegeltent)
James Blake (UK)
Josh T. Pearson (US) (Bar)
LaBrassBanda (DE)
Miss Li (SE)
Matthew And The Atlas (UK) (Bar)
Moddi (NO) (Kirche)
Moss (NL)
My Brightest Diamond (US) (Spiegeltent)
Okkervil River (US)
Retro Stefson (IS) (Spiegeltent)
Selah Sue (BE)
Socalled (CA) (Spiegeltent)
SpringerParker & Ensemble (DE) (Kirche)
Steve Cradock (UK) (Spiegeltent)
Suuns (CAN) (Spiegeltent)
The Antlers (US)
The Avett Brothers (US) (Spiegeltent)
The Black Atlantic (NL) (Spiegeltent)
Timber Timbre (CA) (Spiegeltent)
The Low Anthem (US)
The Wombats (UK)
Tim Isfort (DE) Orchestra with John Grant (US) & Loney Dear (SE)
Toy Horses (UK) (Bar)
Warpaint (UK) (Spiegeltent)
Wild Beasts (UK) (Spiegeltent)
Wir Sind Helden (DE)
Yuck (UK) (Spiegeltent)

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Label: Pias / Rough Trade
VÖ: 23.04.2010
Spielzeit: 44:19 min
Bewertung: 12/12

Jahre ziehen ins Land, viele Dinge ändern sich, einige nie, Wolken ziehen, die Menschen auch und alles wird immer schneller und unübersichtlicher, dass man manchmal nicht mehr hinterherkommt mit dem Leben und dem Realitätssinn. Ein treuer Begleiter für diese Zeiten ist seit längerem Gisbert zu Knyphausen, der sich mit seinem selbstbetitelten Debüt in die hinterste dunkle stickige Ecke der letzten Nervenbahn gespielt hat mit seinen Cowboysongs, er hat einen voll "Erwischt" an einem wunderbaren "Sommertag". Seine ersten Songs waren allesamt so perfekt, dass man nicht glauben konnte, dass er noch einen draufsetzen kann. Aber kann er.

Klang der Vorgänger in seiner Gänzlichkeit wie ein ewiges im-Kreis-Laufen und nicht mehr raus kommen, so ist in "Hurra! Hurra! So Nicht" eine gewisse Ruhelosigkeit zu spüren. Die Erlebnisse der vielen gespielten Konzerte wollen verarbeitet werden: "Alle sind stumm, bis auf das Radio und auf der Gegenfahrbahn Lichter die aus dem Dunkeln sich verirren. Es geht mir gut, es geht mir sehr sehr gut, wohin auch immer wir fahren..." Dabei lernen wir von ihm, dass gegen Fernweh nur Heimweh hilft - wer kennt das nicht, das Gefühl, wenn man von einer langen Reise heimkommt. Durchzogen von kleinen eigenen Weisheiten, umgarnt wie immer mit einem wunderbaren Gitarrenspiel - mal zurückgenommen als akustisch eingespielt, mal ausufernd und krachig. Er verliert sich nicht, spinnt den roten Faden weiter, zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Die besungene Melancholie steht immer als dunkelgelber Mond über allem - selbst in dem fast fröhlich anmutendem "Ich bin Freund von Klischees und funkelnden Sternen" breitet sich diese Grundstimmung aus. Dafür lieben wir ihn. Und auch für seine wunderbaren Bilder, ob metaphorisch oder realistisch. Dieses Album bietet manchmal den ganz großen Moment, wenn man bei dem großartigen "Kräne" meint, tatsächlich die Container in den hungrigen Bauch eines uralten Frachters poltern zu hören. Die kleinen Momente verstecken sich in jeder Ecke, so als würde man plötzlich ein Gesicht in der Rinde eines Baumes sehen. Kleine Momente wie der Trompeteneinsatz in "Dreh dich nicht um" Diese machen die Songs des Singer Songwriters aus und lassen einen immer wieder diese Zeilen abspielen, damit man diese kleinen wunderbaren Momente immer wieder erleben kann.

Nach DEM Debüt dachte man, kann nichts besseres mehr kommen. Besser ist es nicht, aber anders - gewachsen, stark, mutig aber auch zerbrechlich. Die Wunderkerze entzündet sich nicht sofort, doch dann kann man nicht mehr lassen davon, dieses Licht zu sehen. Die Musik von Gisbert zu hören ist, wie einen alten sehr guten Freund wiederzutreffen und in der Küche über das Leben, die Liebe und den Rest zu philosophieren. Er drückt einem die Hand, wenn einem das Reden schwer fällt, er hält einem den Schirm, wenns draußen regnet, er sitzt Wein trinkend mit dir am Hafen. Er bleibt und wird nicht gehen. Wir lassen ihn auch nicht.
"Bitte bleib hier, bitte bleib hier, bitte bleib hier, sonst bist du weg"

[aartikel]B003A6OI90:right[/aartikel]Tracklisting:
01. Hey
02. Seltsames Licht
03. Grau Grau Grau
04. Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten
05. ich bin Freund von Klischees und funkelnden Sternen
06. Kräne
07. Morsches Holz
08. Melancholie
09. Hurra Hurra, so nicht
10. Dreh dich nicht um
11. Nichts als Gespenster

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Es ist Samstag, es ist ein Jubiläum, zum 25. Mal feiern viele Fans und Dorfbewohner ihr Festival, das Haldern Pop Festival. Auch er, Gisbert zu Knyphausen war bereits ein paar Mal hier, aber als Besucher, Festival-Liebhaber. Und nun sitzt er da, hinter dem Pressezelt hat er es sich auf dem Holzbalken bequem gemacht, blinzelt in die Sonne und wirkt eher wie einer, der sich hierher verlaufen hat. Alles neu für ihn, dessen Debüt-Album in den höchsten Tönen gelobt wird. Und sicher komisch, dass es plötzlich Leute gibt, die ihn über seine Musik und seine „Karriere“ ausfragen. Gewöhn dich schonmal dran, wir fangen an:

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Label: Omaha / PIAS / Rough Trade
VÖ: 25.04.2008
Spielzeit: 49:10 Min.
Bewertung: 12/12

In einem Lebensabschnitt, in der die Zeit ein wortwörtlich flüchtiger Moment ist, in der sie ganz verschwommen scheint, da der Zeitraffer als Filter auf den Tagesablauf gesetzt wurde, kann ein schöner Moment die rettende Pause-Taste bedeuten.

Eine Reihe schöner Momente bietet das Debütalbum des Wahl-Hamburgers und Omaha-Records-Chef Gisbert zu Knyphausen. Er spricht so manchem aus dem Herzen, wenn er erkennt: „Ich bin schon lang nicht mehr auf der Suche nach dem Sinn, denn er wird sich immer verändern. Ich weiß ziemlich genau, was ich bin, aber nicht wo das hin will“. So nimmt er den Druck, die Last von den Schultern, wenn er dies „gar nicht so schlimm“ findet und einfach nur an den richtigen Stellen lachen will. Kein Lachen, aber ein deutliches Schmunzeln huscht übers Gesicht, wenn es „so schön, so schön, so schön“ ist, ein Cowboy zu sein, der immer unterwegs ist, aber am Ende vielleicht doch erkennt: „es ist so schön zuhause zu sein, ich will kein Cowboy mehr sein“. Dabei spielt der Ex-Rheingauer mit Bildern, ohne jedoch den peinlichen Ton zu treffen, den so manch andere deutsche Texte haben. Er singt davon, dass ein Opa auf die Wiese kotzt, scheißt auf die die es nicht mögen, von Kriegsgeilheit und vom kacken, ohne aber Fremdschämnerven zu berühren. Eher fühlt man sich berührt von so viel unverblümter Ehrlichkeit, wenn er und seine altgewordene Liebe Neujahr mit der S-Bahn zum Ku’Damm fährt, er rüttelt und schüttelt die Schultern, wenn wir wiedermal zuviel jammern und uns selbst so seltsam klein machen. Dabei spricht er von ganz normalen Ängsten, vom Mut für das Alltägliche, von Freundschaft in der man auch schweigend reden kann, dass auch er atem- und ziellos sich über Herzschmerz nicht beschweren will an einem wunderschönen Sommertag. Auch er ist träge, glaubt dass er zu leise ist, seine Lieder dann lauthals in den Wind schreit, „doch viel viel lauter sind die, die nichts zu sagen haben“ und wenn das stimmt, will er lieber seinen Mund halten.
Niemals wirkt sein Wort aufgesetzt, immer authentisch und begleitet von wunderbaren Gitarrenklängen, die manchmal an die Melancholie Element of Crimes denken lassen. Diese Melancholie jedoch öffnet kein Loch, in das man fallen möchte, sondern zeigt einem mit musikalischer Leidenschaft, was Leiden schafft und wie man diesem mit Selbstironie entgehen kann.

Die Pause-Taste ist noch immer gedrückt:

„Unsere Ohren empfangen alles in Reimform und ich hör dich noch sagen ‚klar und deutlich’. Durch die Straßen fegen wir den kalten Wind, wie die Kinder ihre Phantasie. Und wir atmen die Musik, so gut wie heute ging es uns selten oder vielleicht auch nie“

Alles gewinnt in diesen Momenten an Bedeutung und auch mir wachsen endlich wieder „wundervolle Flausen aus dem Kopf“.

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