Label: Noisolution / Indigo
VÖ: 06.01.2012
Spielzeit: 35:19 Min.
Bewertung: 10/12
Freunde von Dinosaur Jr., My Bloody Valentine und Sonic Youth aufgepasst, denn This Love Is Deadly sollte was euch sein. Ausgereifter, noisiger krachiger Indie-Rock mit Shoegazer-Dream-Pop-Anleihen wird von dem aus Berlin stammenden Trio bis ins Feinste zelebriert. Sie selbst betitelten ihre Musik in einem Interview als eine Mischung aus „Alternative, Psychedelic, Pop, Punk, Grunge“. Kann man so stehen lassen.
Auf dem selbstbetitelten Debüt von This Love Is Deadly stechen gleich mehrere Facetten ins Auge beziehungsweise fräsen sich ins Ohr. Zum einen ist es die schrammelnd, oftmals verzerrt, aufspielende Gitarre inmitten hypnotisch wirkender Melodien. Zum anderen ist es diese Dynamik, die bei vielen Songs fast greifbar ist. Dann ist da dieses Spiel mit den Laut-Leise-Momenten, in welchen träumerische Phasen von der genannten Gitarre „zerstört“ werden. Hinzu kommt dieser zurückversetzte Gesang von Mann und Weib (wobei vor allem dieser entzückt). Und zu guter Letzt sind es diese poppigen Fäden, welche das Album im Hintergrund durchziehen und diesem in all dem Lärm und Krach einen wärmenden Anstrich geben.
Man braucht sich vor This Love Is Deadly nicht zu verneigen, doch sticht das Trio mit ihrem Album aus der Vielzahl der gerade im Shoegaze-Bereich agierenden Bands hervor.
Tracklist:
01. Wasting Time
02. Red Drop
03. Need Your Touch
04. Everything Is Nothing
05. Drown and Forget
06. Sweet Dependency
07. When You Come
08. Misery To You
09. Your Face Disappear
10. Midiverb
Am Mikrofon: Felse und Conmoto
Die Themen: Conmoto
Die Playlist:
Smokeblow - Broken Bonds Of Friendship
Blood Brothers - Laser Life
Conmoto - Golden Dawn
Conmoto - Othero
Conmoto - 1000 Doves
Amanda Blank - Make It Take It
Wolves Like Us - Deathless
Scumbucket - Con Moto
Conmoto - Van Streefkerk
Trend - Gott Hat Keine Flugzeuge
Spermbirds - Knifethrower
Avail - McCarthy
Conmoto - Bill The Butcher
Deftones - Digital Bath
Hammerhead - Ich Sauf Allein
Slayer - Raining Blood
Les Trucs - Zeitmaschine
Conmoto - Borders & Flights
Conmoto - Be A Knife
Bubonix - Remontes
Teddybears STHLM - Cardiac Arrest Featuring Mapei
Conmoto - Cutting Off
Conmoto - 14 Punkte Flensburg
Conmoto - Devil To Feed
Refused - The Slayer
Conmoto - Eating Glass
Die nächste Sendung erwartet euch am 31.10.2011 - wir hoffen, ihr seid wieder dabei!
High Fidelity jeden Montag von 21-23h auf Radio Rüsselsheim UKW 90,9 MHz (Kabel 96,9 MHz) oder via Live-Stream hier oder hier .
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Label: Noisolution / Indigo
VÖ: 21.10.2011
Spielzeit: 32:15 Min.
Bewertung: 12/12
Was tun Bandmitglieder, wenn sich ihre Band auflöst? Zwei Möglichkeiten: Nichts oder eine neue Band gründen. So geschehen bei einem Teil der 2009 aufgelösten Bubonix aus Limburg. Schon kurz nach dem Split der wahrlich famosen Band gründeten Markus Klees (Gitarre) und Oliver Kunz (Bass) Conmoto. Als Sängerin fand sich Sarah di Castro ein, die auch die zweite Gitarre spielt. An die Drums setzte sich Manuel Schreiner. Das wars. Vier Leute, eine Band: Conmoto. Und das ist gut so. Von Mainz nach Limburg, der Heimat der Band, ist es nicht weit. Und logisch kennt man sich. Von daher freute es mich, als ich von einem äußerts guten Freund hörte, dass die Beteiligten wieder Musik machen. Als dann der Arne (Noisolution-Chefe) meinte, dass die eine ziemlich geile Platte abliefern würden und er die auch veröffentlichen würde war die Freude natürlich groß. Wer Bubonix jemals live gesehen hat wird wissen warum. Unabhängig von den geilen Scheiben, die sie rausgabracht hatten.
Aber nun „Cut Cut Cut“, das Debüt-Album. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Sarah singt sich da Facto ins Delirium, verbleibt dabei schreiend und doch mit sexy Touch. Also in den ruhigen Passagen. Musikalisch ist „Cut Cut Cut“ gutes Hardcore-Geknüppel mit einiger Portion Melodie. Trotzdem schön aggressiv und teilweise fast schon böse. Irgendwie aber auch bei der Vorband logisch, dass man zwischen den Türen steht. „Cut Cut Cut“ ist trotz aller Härte und Geknüppel kein typisches Hardcore-Album. Dafür sind der Punk und auch der Rock’n’Roll zu präsent. Und dann sind immer wieder leichte poppige Einschläge zu vernehmen, was dem Album einem sehr angenehmen Geschmack gibt.
Conmoto und „Cut Cut Cut“: das sind trotz aller Befangenheit meinerseits elf geile Songs auf 32 Minuten mit äußerst viel Druck nach vorne. Ein erfrischendes Album mit leichtem Old-School-Feeling einiger alter Haudegen. Sehr geil das Ganze.
Tracklisting:
01. Golden Dawn
02. Othero
03. 1000 Doves
04. Van Streefkerk
05. Bill The Butcher
06. Borders And Flights
07. Be A Knife
08. Cutting Off
09. 14 Punkte Flensburg
10. Devil To Feed
11. Eating: Glas
Sodelle, noch zwei Sätze, die persönlich sind: ich bin froh, dass Limburg wieder lebt. Und ich freu mich auf Konzerte von und mit Conmoto. Weil das war bei Bubonix immer ein Spass. Und warum sollte das jetzt anders werden? Bei so geiler Mucke? Darauf ein Bier!
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Navel kommen auf Tour! Zwar erst im Herbst und die Termine stehen auch nich nicht fest. Aber sie kommen. Und das ist die Hauptsache. Wer auf gut gemachte und mit ordentlich Dampf versehene Gitarrenmucke steht sollte sich die Schweizer anschaun. Wer es nicht tun sollte ist selbst schuld, denn Navel sind wahrlich eine famose Live-Band. Also hingehen.
Als Appetitanreger gibt es zwei Videos der Band:
"Black Days", live gespielt in Basel
Live bei “Tele Suisse Romande“
Übrigens ist die erste Auflage des letzten Albums "Neo Noir" im Digipack-Format fast ausverkauft. Nächste Pressung geht dann nur noch in der normalen Plastik-Jewelbox über den Ladentisch.
Achja, wer im August ja zuvällig oin der Schweiz weilt: hire ein paar Konzerttermine:
06.08.2011 DE - Schechingen - Rock The Hüdde Festival
16.08.2011 CH - Zürich - Kaufleuten Summersounds, mit Fai Baba
20.08.2011 CH - Zug - Rock The Docks Festival
25.08.2011 CH - Nyon/Begnins - JVAL Festival
Die aus der Schweiz stammenden Navel befinden sich demnächst auf Tour. Leider fällt nur ein Konzert dabei in Deutschland an. Schade. Hier gibt es ein passendes Video der Band.
04.05.2011 CH - Stans - Stanser Musiktage
27.05.2011 CH - Schaffhausen - Tap Tab
10.06.2011 CH - Interlaken - Greenfield Festival, Main Stage 13:00 h
06.08.2011 DE - Schechingen - Rock The Hüdde Festival
16.08.2011 CH - Zürich - Kaufleuten Summersounds, mit Fai Baba
20.08.2011 CH - Zug - Rock The Docks Festival
25.08.2011 CH - Nyon/Begnins - JVAL Festival
Hier ein paar Pressestimmen zum zweiten Albumd der Band:
VISIONS
"Denn immer dann, wenn sie Atmosphäre zulassen, die Melancholie und rustikale Behaglichkeit des Blues mit dem Schmerz des Noiserock und dem bösen Brummen des Doom paaren und dazu womöglich noch unverzerrt singen, ist NEO NOIR richtig gut."
OX
"Das klingt erwachsen und schwermütig schön, ein Eindruck, der perfekt im düsteren Cover-Artworkeingefangen wurde."
Platz zwei der Redaktions-Charts!
NOISY NEIGHBOURS
„So muss Rock klingen, wenn er sich mit Grunge, Blues und Punk in einer heiligen Allianz vereinigt und zum Angriff auf die Ohrmuscheln bläst.
KÖLNER STADTREVUE
"Und nur so hat intensive Rockmusik doch überhaupt einen Wert. Ein Fels ist das hier, ein durchweg atemraubendes Erlebnis."
INTRO
" Eindrucksvoll."
DER KOSMISCHE PENIS
"...sie haben wie alle Noisolution Bands das Talent, unter all dem Lärmbergen kleine Ohrwürmer zu vergraben, die sich in den Gehörgängen einnisten und für Wohlbefinden sorgen."
STRASSENMAGAZIN
„Das Filetstück schmeckt mit jeder Wiederholung besser und man ist versucht, wieder und wieder zurückzuzapppen.“
WESTZEIT
„…klingt in seinen besten Momenten wie eine Mischung aus The Vines, Blackmail und The Dead Weather.“
ROCKHARD
"Kann nicht überzeugen? Doch, mehr als hundert andere Platten auf diesen Seiten."
Label: Nois-o-lution / Indigo
VÖ: 12.11.2010
Spielzeit: 40:36 Min.
Bewertung: 10/12
Navel! Als Arne / Noisolution während eines Gesprächs den Namen fallen ließ als neues Signing auf seinem Label war mein erster Gedanke “He? Das passt ja gar nicht. Und überhaupt find ich die Kacke.” Vor Jahren wurden die Schweizer von diversen Printmedien gehypt, was bei mir alleine schon gewisse Abneigungen mit sich bringt. Dazu gefiel mir die Musik damals wahrlich nicht. Kann mich gar nicht mehr erinnern warum nicht, war definitiv nicht mein Ding.
Umsomehr erstaunte mich also die Aussage vom Noisolution-Betreiber. Und dementsprechend groß waren auch die Vorurteile, ja fast schon das Unbehagen beim Einlegen der CD. Doch wie so oft im Leben wird man – in diesem Falle ich – eines besseren belehrt. Umgehauen hatte mich „Neo Noir“ zwar nicht, aber sie hat sich als interessant und ausbaufähig angefühlt. Eine Platte, die öfters gehört werden muss. Wie so oft bei Noisolution-Veröffentlichungen. Also Vorurteile über Bord geworfen und Navel eine unvoreingenommene Chance gegeben. Und siehe da, die Platte gefällt. Sehr sogar.
„Neo Noir“ erscheint, grob ausgedrückt, als eine Mischung aus Indie-Rock und Blues. Düster, krank und morbide (O-Ton Gesemann), zurückgezogen erklingen die vierzehn Songs des Zweitwerks der Schweizer Band. Jedoch gehen die Songs nie soweit, als dass man das Gefühl hätte, man würde erdrückt. Eher wirken die Songs äußerst cool und fordernd, ja fast schon anreizend trotz der dunklen Stimmung. Irgendwie auch sexy. Und saucool. Mit Druck auf der Leitung. Die Gitarren dürfen sowieso machen was sie wollen. Und der sehr eigene Gesang ist schön verzerrt. Wobei die Verzerrer bei Navel sowieso in Höchstform sein müssen. Bei dem Geschrubbe. Was die alleine bei „Kobra The Killer“ aushalten müssen... Die armen Teile.
Ich revidiere also die Bezeichnung Mischung aus Indie-Rock und Blues zu einer geilen, breit gefächerten Mischung aus Indie-Rock und Blues. Mal schneller und nach vorne preschend und mal langsamer. Beste Beispiele hierfür: das sensationell ausufernde „kranke“ „Black Days“, das sich , aufbauschende, mit Mundharmonika bestückte „Blues On My Side“ und das nach vorne gehende „Speedbox“. In der Gesamtheit eine coole Angelegenheit. Was zu der Assoziation führt, sich die Band vom Aussehen vorstellt wie die Ramones oder Slash: enge Jeans, Lederjacke, lange gelockte Haare und ne Zigarette im Mund. Sofern die Mundharmonika nicht benutzt wird. Wobei die Whiskey-Flasche nicht weit entfernt steht. Saucool also. Es sollte mit dem Teufel zugehen, sollten Navel es nicht schaffen, den geneigten Hörer in ihren Bann zu ziehen.
Tracklisting:
01. Can’t Feel A Thing
02. Speedbox
03. Black Days
04. Acid Queen
05. It’s The Road That Makes The Song
06. Free Land
07. Invisible
08. Kobra The Killer
09. Rockin’ In The Free World
10. Hunger Child Blues
11. Come Into My Mind
12. Blues On My Side
13. Rule To Follow
14. Waiting Travelling Thinking
Und ich hab dann auch meine Meinung bezüglich “ich find die Kacke” ändern können. Auch was gelernt;-)
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